Wir wollen tierische Produkte als das sehen, was sie sind: Ein höchst kostbares Gut

Nicht jede*r ist bereit, vegan zu leben, darum möchten wir zu einem Umgang mit den Produkten, für die andere Lebewesen leben und sterben, aufrufen, der diesem Umstand angemessen ist. Also wenn, dann mit größtem Respekt und Wertschätzung für einen kulinarischen Schatz, der dem entsprechend in Maßen und von höchster Qualität genossen werden soll.

 

Wie wichtig sind tierische Produkte für den Körper wirklich?

Vorauszuschicken ist, dass tierische Produkte keinerlei Monopol auf irgendwelche Nährstoffe besitzen.

Natürlich liefert die Milch Kalzium, das kann aber genauso aus pflanzlichen Quellen gewonnen werden. Dazu zählen grünes Gemüse wie Blattspinat, Broccoli und Grünkohl, Bohnen, Kartoffeln, Mandeln, Sesamsamen und Tahin, getrocknete Feigen, Algen und Mineralwasser.

Eisen und Zink können wir auch ohne rotes Fleisch aufnehmen. Zinkquellen sind einige Samen und Kerne, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte. Eisen ist in Kürbiskernen, Sesam, Hanfsamen und Leinsamen enthalten.

Fisch ist auch nicht der einzige Lieferant für Omega-3 und Jod. Leinsamen, Chiasamen und die daraus gewonnenen Öle liefern reichlich Omega 3, Champignons, Brokkoli, Erdnüsse, Kürbiskerne oder Spinat versorgen uns mit Jod.

 

Und die Fleischeslust?

Wer nicht total auf tierische Produkte verzichten möchte, schaut natürlich in erster Linie bei ihrem Erwerb auf höchste ethische wie biologische Richtlinien. Das kostet Geld, keine Frage, aber es kann doch nicht sein, dass diese wertvollen Produkte zu Dumpingpreisen verscherbelt werden und somit die billigste Möglichkeit der Ernährung ergeben würden – das ist ethisch wie klimatechnisch absolut nicht vertretbar.

Wir plädieren also für die Beachtung der Gütesiegel oder den Ab-Hof-Einkauf (eventuell in größeren Mengen, wer die Möglichkeit zum Einfrieren besitzt).

Außerdem stehen wir für den maßvollen Genuss, den der Preis ja ohnehin reguliert. Wir könnten uns an früheren Zeiten orientieren, wo manche Lebensmittel einfach nur an besonderen Festtagen genossen wurden – das könnte unsere Welt wieder ein Stückchen zurechtrücken.

 

Der Foodblog „Vegane Wunder“ bringt endlich Sinnlichkeit in die pflanzliche Küche

pro.earth-Fazit:

Ernährung ist eine fast religiös betriebene Angelegenheit. Vegetarisch, vegan, flexitarisch, freegan – man hat fast das Gefühl, das Etikett, die Zugehörigkeit zu einer gewissen Gruppe ist eigentlich das Wichtigste daran, tatsächlich geht es um Verantwortung bei tierischen aber auch pflanzlichen Produkten – Verantwortung für das Leben selbst.