Großes Förderungspaket für die großen Verlierer der Klimakrise

Nepal gehört zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern – obwohl das asiatische Land am Himalaya-Gebirge gerade einmal 0,1 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verursacht. Nun fördert CARE Österreich und das Klimaschutzministerium Nepals Klimaresilienz und hilft damit unter anderem über 12.500 Kleinbäuer:innen in der Provinz Madhesh.

 

Die Existenzgrundlage der nepalesischen Kleinbäuerinnen und -bauern wird durch die Klimakrise zunehmend bedroht. Ein neues Projekt der Hilfsorganisation CARE Österreich unterstützt deshalb kleinbäuerliche Gemeinschaften, resilienter gegenüber den Folgen des Klimawandels zu werden. Das Projekt wird vom Klimaschutzministerium (BMK) gefördert.

„Die Klimakrise ist eine globale Herausforderung und die Emissionen, die wir hier in Österreich produzieren, halten sich nicht an nationale Grenzen. Daher wollen wir in Österreich, aber auch international Menschen in jenen Regionen unterstützen, die besonders stark von den Folgen betroffen sind. Es freut mich, dass wir gemeinsam mit CARE die Existenzen von über 12.500 Kleinbäuer:innen in Nepal sichern können!“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

Die Mehrheit der nepalesischen Bevölkerung lebt von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft. Das mache sie besonders anfällig für klimatische Veränderungen, so Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich:

„Extreme Wetterbedingungen wie längere Dürreperioden oder heftige Regenfälle, die durch den Klimawandel verstärkt werden, sind vor allem für Frauen, arme und ländliche Haushalte in Nepal existenzbedrohend. Die Menschen verfügen oft über wenig bis keine Ressourcen, um sich an die veränderten Bedingungen anzupassen.“

Hier setzt das CARE-Projekt an: In der Provinz Madhesh – eine Region mit besonders fruchtbaren Böden – unterstützt CARE 48 Gemeinden dabei, „klimafit“ zu werden. Bäuerinnen und Bauern werden mit Ressourcen ausgestattet, um sich gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu wappnen. Dazu gehören klimafreundliche Technologien, die auf bestehendem Wissen aufbauen und ihnen helfen, trotz veränderter Wetterbedingungen erfolgreich zu wirtschaften.

In Schulungen lernen die Kleinbäuerinnen und -bauern über den Schutz natürlicher Ressourcen, intelligente Bewässerung, den Einsatz von vielfältigeren und klimaresilienten Pflanzensorten sowie kohlenstoffverträgliche Anbaumethoden. Ebenfalls werden die Teilnehmer:innen für schädliche landwirtschaftliche Praktiken sensibilisiert.

Durch das Projekt soll auch die Zusammenarbeit zwischen Stakeholdern auf verschiedenen Ebenen wie Behörden und privaten Organisationen verbessert werden. Zusätzlich unterstützt CARE die lokale Bevölkerung, vor allem Frauen und Jugendliche, darin, sich aktiv für eine umweltfreundliche, klima- und geschlechtergerechte Politik in der Region einzusetzen.

„Mit unserem Projekt wollen wir Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Nepal stärken und sie dabei unterstützen, ihre Lebensgrundlage abzusichern und gleichzeitig zum Klimaschutz beizutragen“, so Barschdorf-Hager.

Das Projekt wird vom Österreichischen Bundesministerium für Klimapolitik, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) gefördert und läuft bis März 2028. Insgesamt werden 12.500 Menschen in der Provinz Madhesh davon profitieren.