Immer wieder sprechen wir über Permakultur, doch wissen wir eigentlich genau, was es ist? Laut dem deutschen Permakultur Institut handelt es bei Permakultur um „ein begeisterndes, mitreißendes Werkzeug, die eigene Welt zu verändern.“ Dabei werden Möglichkeiten erkundet, „zukunftsfähige Lebensweisen und Lebensräume zu gestalten und zu erhalten. So soll für Mensch und Natur dauerhaft Entfaltung möglich sein.“ Es handelt sich also um ein Prinzip, dass auf alle Bereiche unseres Lebens anwendbar ist.

 

Begriffserklärung

Das Wort setzt sich aus „permanent“ und „agriculture“ zusammen und steht für eine dauerhafte, also nachhaltige Landwirtschaft, bei der natürliche Kreisläufe und Ökosysteme zum Vorbild genommen, beobachtet und imitiert werden, um langfristig auf ökologischer Basis Erträge zu erwirtschaften.

 

Woher kommt es?

Das ursprüngliche Konzept der Permakultur wurde von den Australiern Bill Mollison und seinem Schüler David Holmgren entwickelt. Bill Mollison erhielt 1981 dafür den Alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award). Auf Basis des Wissens indigener Völker, altbekannte Kulturtechniken und auch eines japanischen Bauern, der seit den 1950er Jahren naturnahe Landwirtschaft betrieb, entwickelten sie das ganzheitliche Konzept einer zukunftsfähigen Landwirtschaft und machten es weltweit bekannt.  Wähend die industrielle Landwirtschaft Böden ruiniert, das Grundwasser mit Chemikalien verseucht und zu stark nutzt und die Artenvielfalt zerstört. Im Gegensatz dazu will die Permakultur im Einklang mit der Natur arbeiten und die Bodenfruchtbarkeit aufbauen, kaum Abfall erzeugen und die Artenvielfalt erhöhen.

 

“Die Philosophie hinter Permakultur will mit und nicht gegen die Natur arbeiten, sie ist eine Philosophie der fortlaufenden und überlegten Beobachtung und nicht des fortlaufenden und gedankenlosen Handelns; sie betrachtet Systeme in all ihren Funktionen, anstatt nur eine Art von Ertrag von ihnen zu verlangen.”

Bill Mollison

 

Ethische Grundsätze

Für die beiden Australier bilden die folgenden drei ethischen Grundsätze die Basis jeden Handelns, und zwar „Trage Sorge für die Erde (Care for the earth)“, sowie „Trage Sorge für die Menschen (Care for the people)“ und „Teile fair und setze Grenzen für Konsum (Fair share)“.

 

Darauf aufbauend gibt es 12 Gestaltungsprinzipien, die wir bereits vorgestellt haben.

Die zwölf Gestaltungsprinzipien der Permakultur

Es handelt sich dabei um einen lebendigen Prozess, der hinterfragt und in dem es keine vordefinierten Antworten gibt. Deswegen sehen Permakultur-Betriebe auch alle sehr unterschiedlich aus. Was ihnen gemeinsam ist, ist die achtsame, intelligente Mehrfachnutzung der Ressourcen, sowie ein effiizienter Umgang mit Energie, sei es Sonnen-, Wind-, Wasser- oder Wärmeenergie. Die Einbettung in Kreislaufsysteme und Steigerung der Effizienz steht ebenso im Mittelpunkt der Anstrengungen wie Kooperation miteinander statt Konkurrenz.

„Erfolgreiches Design sollte selbstständig funktionierende Systeme schaffen.“ (Bill Mollison)

 

Unsere Systeme müssen sich verändern und Permakultur gibt uns viele Werkzeuge in die Hand, diesen notwendigen Wandel anzugehen.

 

Links:

Permakultur Institut e.V.