Regenerative Landwirtschaft leicht erklärt

Existiert tatsächlich eine Form der Landwirtschaft, die den Boden wiederherstellen kann? Und noch weitergedacht: die den pflanzlichen Produkten damit einen höheren Nährstoffgehalt einhaucht? Ja. Die gibt es!

 

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) rät zu einer Form der Landwirtschaft, die die Menschen weltweit nachhaltig auch in Zukunft ernähren kann. Das inkludiert einen zukunftsfähigen Umgang mit der Ressource Boden, was vor allem seine Qualität in Sachen Wasserspeicherfähigkeit und Biodiversität angeht.

All das erfüllt die so genannte Regenerative Landwirtschaft. Sie basiert auf die Naturgesetze unterstützenden Methoden.

Das klingt groß, bedeutet aber nichts anderes, als die Wiederherstellung des lebend verbauten Kohlenstoffes im Boden. Das passiert durch Humusaufbau aus atmosphärischem Klimagas.

Das fördert mikrobielle Prozesse im Boden, denn dadurch wird die Interaktion zwischen Pflanzen und Boden gefördert und dadurch erhöht sich auch der Nährstoffgehalt in den Pflanzen.

Bei all den angewendeten Methoden werden Erfahrungen, die aus der Praxis gewonnen wurden genauso wie die aus Laborergebnissen angewendet. Die Regenerative Landwirtschaft vereint somit Erkenntnisse aus konventioneller wie ökologischer Landwirtschaft, Permakultur, Agrarforstwirtschaft, Agrarökologie und Renaturierungsökologie.

 

Regenerativ oder Nachhaltig?

Diese Begriffe sind in aller Munde – ihre Bedeutung ist tatsächlich ziemlich unterschiedlich.

Als NACHHALTIG bezeichnen wir die Erhaltung des Ist-Zustandes in Hinblick auf eine gewisse Stabilität für zukünftige Generationen.

REGENERATIV geht einen Schritt weiter und bedeutet eine aktive Verbesserung des momentanen Zustands.

Der Unterschied zusammengefasst bedeutet, dass Nachhaltige Landwirtschaft versucht, weitere Schäden zu vermeiden. Regenerative möchte aktiv den Boden stärken. Dabei geht es um eine Wiederherstellung der Biodiversität und der Struktur.