Endlich Dezember
Keine Angst!! Wir bieten keine Entschleunigungstipps oder Selfcare-Routinen für den aufregendsten Monat des Jahres an. Auch wir werden sicher wieder mit kilometerlangen Listen durch Einkaufsparadiese laufen – wir wollen euch nur eines bitten: Genießt es.
Wir haben in der Redaktion entschieden: Blechlawinen, Gedränge und drohende Deadlines können uns in diesem Dezember einfach nicht oder so wenig wie möglich aus der Fassung bringen. Warum? Weil wir das Kind in uns mit dem ersten Dezember wachrütteln und den Zauber hinter all der Hektik sehen möchten.
Mancheine:r tut sich damit schwer. Ich spüre mein Herz hüpfen sobald es in Richtung Ende November geht. Es tanzt, wenn die erste weihnachtliche Straßenbeleuchtung auf regennassen Laternen montiert wird. Es macht einen Salto, wenn Auslagen zu glitzern beginnen und flimmert vollends, wenn die ersten Christbaumverkäufer die Straßen säumen.
Ich kann mir gar nicht erklären, warum nicht die gesamte westliche Hemisphäre so fühlt wie ich.
In vielen Menschen passiert ja das genaue Gegenteil.
Das zu ergründen möchte ich mir aber nicht anmaßen.
Nach der Lektüre des Buches „Das Leben ist zu kurz für Später“ von Alexandra Reinwarth und dem damit verbundenen Gedankenexperiment: Man stellt sich vor, nur noch begrenzte Zeit (zum Beispiel ein Jahr) zu leben zu haben und bewertet Situationen und trifft Entscheidungen unter diesem Aspekt. Daraus ergibt sich oftmals eine völlig neue Sicht der Dinge.
Wäre dies mein letzter Dezember, würde ich mich über jede Punschhütte freuen, würde ich grölend bei jeder Wiederholung von „Last Christmas“ mitsingen und die aufgeregte Stimmung aufsaugen, wo ich nur könnte.
Bei mir kein Unterschied zu den Jahren davor…
Vielleicht ein kleiner Anstoß ohne Anspruch auf allzu großen Weisheitsgehalt.
