Indien erreicht wichtiges Klimaziel fünf Jahre früher als geplant

Kopie von pro.earth Redaktionsvorlage NEU(1126)

Stolz verkündete die indische Regierung diesen Juli, dass das Land 50 Prozent seiner installierten Stromerzeugungskapazität aus erneuerbaren Energiequellen beziehe. Damit habe man dieses wichtige Ziel des Pariser Klimaabkommens statt 2030 bereits dieses Jahr erreicht. Ein wichtiger Meilenstein in der indischen Energiewende. Gleichzeitig spielt bei der tatsächlichen Stromerzeugung immer noch Kohle die Hauptrolle.

 

Indien ist das bevölkerungsreichste Land weltweit und der drittgrößte CO2-Emittent nach China und den USA. Das Wirtschaftswachstum beträgt rund 6% pro Jahr und damit steigt auch der Energiehunger. Indien baut sowohl seine Kohlekapazitäten als auch die erneuerbarer Energien aus, wobei zweitere schneller wachsen. Laut des indischen Energieexperten Binit Das benötige das Land weiterhin Kohle für die Netzstablität. Um die Energieleistung erneuerbarer Quellen wirklich gut nutzen zu können, müssen Schwierigkeiten bei der Stromspeicherung sowie Netzprobleme durch fehlende Leitungskapazitäten überwunden werden – Probleme, mit denen wir hier ebenfalls zu kämpfen haben.

 

Einige Zahlen zur indischen Energiekapazität:

  • 485 Gigawatt Stromerzeugungskapazitäten gesamt
  • 243 Gigawatt auf nicht-fossile Energieträger (Stand Juni 2025)
    • davon 185 GW Sonnen- und Windenergie
    • 49 GW Wasserkraft
    • 8,8 GW Atomenergie
  • 2024 wurden laut Regierung 24,5 Gigawatt Solarenergie-Kapazitäten neu installiert – ein Plus von rund 33 %  innerhalb eines Jahres

Neben Förderungen im Bereich Ausbau erneuerbarer Energien und  Investitionen in den Netzausbau durch die Regierung nehmen auch private Investoren und Unternehmen eine wichtige Rolle in der Energiewende.

Wir berichteten bereits im März 2024 vom größten im Entstehen begriffenen Wind- und Solarpark, der in der Endausbaustufe fünfmal so groß wie Paris sein wird, im westlichsten indischen Bundesstaat Gujarat.

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