Zeit sich abzustrudeln
Die Bäume hängen schwer mit Äpfeln. Das letzte Unwetter hat viele runterfallen lassen. Was tun damit? Richtig! Apfelstrudel machen. Am besten mit selbstgemachtem Strudelteig. Natürlich kann man ihn auch kaufen, aber wir nehmen die Challenge an, ihn selbst herzustellen. Und auch wenn es bei unserer Großmutter leicht ausgesehen hat, ihn so dünn auszuziehen, dass man durchsehen konnte, heute wissen wir, dass zemlich leicht Löcher entstehen können. Aber wir geben nicht auf! Und das Endergebnis ist den Krampf absolut wert!
Zutatenliste für 2 Strudel
Strudelteig
🍏 300 g glattes Weizen- oder Dinkelmehl
🍏 150 ml lauwarmes Wasser
🍏 1-2 EL Öl
🍏 eine Prise Salz
🍏 Öl zum Bestreichen
Für die Fülle benötigen wir
🍏1,5 bis 1,75 kg Äpfel
🍏50 g Zucker
🍏80 g Brösel
🍏50 g Butter
🍏Zimt, Rosinen
🍏wer mag, kann auch gehackte Walnüsse dazugeben
So gehts:
- Wir verrühren alle Zutaten für den Strudelteig in einer Rührschüssel oder in einer Küchenmaschine mit Knethaken einige Minuten bis ein glatter Teig entsteht. Den Teig bestreichen wir mit etwas Öl, decken ihn mit Frischhaltefolie abund lassen ihn mindestens 30 Minuten rasten. Je länger, desto besser.
- In der Zwischenzeit rösten wir die Brösel in der geschmolzenen Butter in einer Pfanne an. Gut durchrühren, damit die Brösel nicht anbrennen! Mag man es gern sehr süß, kann man auch Zucker dazugeben.
- Die Äpfel schälen und hobeln. Manche mögen gern dickere Apfelstücke, andere hauchdünn blättrige. Wir haben es auch schon mit feiner geraspelten probiert, da muss man dann etwas Saft asudrücken, ist uns persönlich aber am liebsten. Danach vermischen wir die Apfelstücke mit viel Zimt. Sind die Äpfel recht sauer, kann man auch Zucker dazugeben.
- Nun kommt der schwierigste Part. Das Ausziehen des Teigs. Zuerst benötigen wir ein recht großes Tuch oder auch mehrere Küchentücher, die wir auf einem Tisch ausbreiten und bemehlen. Dann nehmen wir die Hälfte des Teigs und beginnen ihn mit einem Nudelholz auszurollen. Hat er eine gewisse Größe erreicht, nehmen wir den Teig in unsere leicht bemehlten Hände und ziehen ihn sanft auseinander. Sobald er zu unhandlich wird, legen wir ihn auf die bemehlten Tücher und ziehen ihn dort weiter, und zwar in einer rechteckigen Form. Daher starten wir in der Mitte des Teigs mit dem Ziehen und gehen dann weiter an die Ränder. Entstehen kleine Löcher, kann man diese wieder zusammenpicken. Fertig ausgezogen ist der Teig, sobald man gut durchsehen kann.
- Jetzt können wir den Teig befüllen. Dafür lassen wir an den Rändern ein paar Zentimeter frei und starten mit der Hälfte der Bröselmischung. Diese wird auf den ganzen Teig – bis auf die Ränder – verteilt. Darauf kommt die halbe Apfel-Zimt-Masse. Wer mag, gibt nun gehackte Nüsse und Rosinen darauf. Wir machen manchmal halbe-halbe, weil die Kinder keine Rosinen mögen, wir aber schon.
- Wir schlagen zuerst die seitlichen Ränder ein und legen danach den Rand der Längsseite auf die Masse. Wir beginnen mit dem Tuch den Teig mit Masse einzurollen. Dazu braucht man beide Hände und etwas Geduld. Zum Schluss legen wir den Strudel auf ein Backblech – so, dass ein zweiter auch Platz hat – und bepinseln ihn mit geschmolzener Butter. Nun wiederholen wir das Prozedere.
- Die beiden Strudel werden ca. 30 Minuten bei 180 Grad auf mittlerer Stufe im vorgeheizten Backofen gebacken.

Gutes Gelingen!