Tag des Honigs
Honigbienen (und Wildbienen) sind essenziell für die Bestäubung: Rund 80 % der heimischen Kultur- und Wildpflanzen sind auf sie angewiesen. Ohne sie wären Obst- und Gemüseernten massiv gefährdet, die Artenvielfalt würde weiter zurückgehen. Damit leisten die Bienenvölker der österreichischen Imker und Imkerinnen einen zentralen Beitrag für Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und Biodiversität. Trotz ihres wichtigen Beitrags zur Landwirtschaft und Biodiversität stehen sie zunehmend unter Druck.
Bienenhaltung als Teil österreichischer Tradition
Die Bienenhaltung hat in Österreich eine jahrhundertelange Geschichte. Österreich zählt rund 33.500 Imkerinnen und Imker, die gemeinsam etwa 450.000 Bienenvölker betreuen. Von bäuerlichen Kleinbetrieben über regionale Imkervereine bis hin zu modernen Erwerbsbetrieben prägt die Biene seit jeher Natur, Kultur und Wirtschaft des Landes. Die Vielfalt heimischer Honigsorten – vom Sonnenblumenhonig bis zum Waldhonig aus den Alpenregionen – zeigt diese enge Verbindung zwischen Landschaft und Imkerei eindrucksvoll.
Honig: Ein wertvolles regionales Qualitätsprodukt
Die Imker und Imkerinnen arbeiten mit hoher Sorgfalt und unter strengen Qualitätsstandards.
Mit rund 5.500 Tonnen jährlicher Honigproduktion und einem Selbstversorgungsgrad von etwa 48 % ist Honig aus Österreich ein hochwertiges, regional erzeugtes Naturprodukt. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei etwa 1 kg Honig pro Jahr – ein klarer Hinweis auf die Beliebtheit und Wertschätzung dieses Lebensmittels. Neben der hohen Qualität, der regionalen Herkunft und kurzen Transportwegen überzeugt heimischer Honig auch durch seinen unvergleichlichen Genuss: die vielfältigen Aromen und die natürliche Konsistenz machen jedes Glas zu einem besonderen Geschmackserlebnis.
Jedes Glas österreichischen Honigs sichert:
- faire Preise und regionale Wertschöpfung
- transparente Produktion und hohe Qualität
- den Fortbestand kleiner Imkereistrukturen
- die Bestäubungsleistung der Bienen – und damit unsere Ernährungssicherheit
Herausforderung Billigimporte
Die Branche sieht sich jedoch einem wachsenden Problem ausgesetzt: Billigimporte aus dem Ausland und zunehmend gestreckte oder minderwertige Honigmischungen setzen heimische Produzenten unter Preisdruck. Diese Produkte gelangen oft zu Dumpingpreisen in den Handel und lassen die tatsächlichen Kosten nachhaltiger Imkerei außer Acht.
Wolfgang Pointecker, Obmann von Biene Österreich, betont:
„Unsere Imkerinnen und Imker leisten hochwertige Arbeit und produzieren Honig in einer Qualität, die weltweit geschätzt wird. Billigimporte, die oft nicht den Standards entsprechen, gefährden nicht nur unsere Betriebe, sondern auch das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten in dieses wertvolle Naturprodukt.“
Ökosystemdienstleistung von unschätzbarem Wert
Honigbienen (und Wildbienen) sind essenziell für die Bestäubung: Rund 80 % der heimischen Kultur- und Wildpflanzen sind auf sie angewiesen. Ohne sie wären Obst- und Gemüseernten massiv gefährdet, die Artenvielfalt würde weiter zurückgehen. Damit leisten die Bienenvölker der österreichischen Imker und Imkerinnen einen zentralen Beitrag für Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und Biodiversität.
Der Tag des Honigs erinnert daran, wie wichtig die Arbeit der Imkerinnen und Imker für Österreich ist – und wie entscheidend die Biene selbst für unser Ökosystem bleibt.
Wer heimischen Honig kauft, stärkt nicht nur eine uralte Kulturtradition, sondern fördert auch Natur, Landwirtschaft und regionale Wertschöpfung.
