NGEN baut eine der größten Energiespeicheranlagen Europas

Kopie von pro.earth Redaktionsvorlage NEU(1286)

Dr. Dejan Paravan, Klaus Mühlbacher, Matija Dolinar, Gerhard Höflmair, Mag. Andreas Ljuba (Foto ©️Stefan Müller, NGEN Austria GmbH)

Mit dem offiziellen Spatenstich ist der Startschuss für ein zukunftsweisendes Energieprojekt gefallen. Im oberösterreichischen Wagenham entsteht eine der aktuell größten Batteriespeicheranlagen Europas. Das Projekt wird von der NGEN Austria GmbH umgesetzt und soll noch 2026 in Betrieb gehen. Die Anlage gilt als Meilenstein für die Integration erneuerbarer Energie in das Stromnetz und wird für mehr Netzstabilität sorgen.

Mit zunehmendem Anteil erneuerbarer Energien steigt der Bedarf an flexiblen Speicherlösungen. Ohne ausreichende Speicher müssen Stromnetze weiterhin auf fossile Kraftwerke zurückgreifen, um Versorgungslücken zu schließen. Es drohen zudem Abregelungen, negative Strompreise und zunehmende Instabilitäten.

Langzeitspeicher können dieses Problem lösen, indem sie große Energiemengen über längere Zeiträume verfügbar machen. Damit werden sie zu einer zentralen Infrastruktur der Energiewende. Der Batteriespeicher in Wagenham ist Teil der Lösung des bestehenden Infrastruktur-Problems.

„Seit 2023 entwickeln wir dieses Projekt mit großem Engagement. Mit dem heutigen Spatenstich realisieren wir nun nach Arnoldstein (Kärnten) und Fürstenfeld (Stmk) in Wagenham ein weiteres bedeutendes Projekt in Österreich.“ sagte Mag. Andreas Ljuba, Countrymanager der NGEN Austria GmbH einleitend.

Die Anlage ist ein technologisches Pionierprojekt um die Netzstabilität angesichts des steigenden Anteils an erneuerbaren Energien langfristig zu sichern.

„Wir errichten Österreichs größte systemdienliche Energiespeicheranlage und eine der größten in Europa. Oberösterreich liegt als Schnittstelle zu Deutschland im Herzen Europas. Gerade hier braucht es leistungsfähige Speicherlösungen, um die Energiewende effizient voranzutreiben“, betonte Matija Dolinar beim Spatenstich.

NGEN Co-CEO Dr. Dejan Paravan unterstrich die strategische Bedeutung des Projekts: „Die Mission von NGEN ist es, den Übergang zu einem sauberen, dezentralisierten und widerstandsfähigen Energiesystem durch innovative intelligente Energielösungen voranzutreiben. Das Projekt in Wagenham ist ein wichtiger Beweis für die Umsetzung unserer Mission in die Praxis.“

Für die Gemeinde stellt das Projekt ebenfalls einen wichtigen Zukunftsschritt dar. Bürgermeister Gerhard Höflmaier sieht ein klares, wichtiges Signal für Innovation und regionale Entwicklung: „Die Entscheidung, eine derart bedeutende Energiespeicheranlage in Wagenham zu errichten, zeigt, dass unsere Region ein attraktiver Standort für Zukunftstechnologien ist. Gleichzeitig leisten wir damit einen konkreten Beitrag zur Energiewende.“

Die Anlage soll bereits 2026 eine zentrale Rolle im Energiesystem der Region übernehmen und durch die Speicherung und flexible Bereitstellung von Energie Schwankungen aus erneuerbaren Quellen wie Wind- und Solarenergie ausgleichen.

Klaus Mühlbacher, Landtagsabgeordneter OÖ ergänzte abschließend: „Die Energiewende braucht aus meiner Sicht drei Dinge: erneuerbare Erzeugung, leistungsfähige Netze und Speicher. Mit dem Batteriespeicherkraftwerk in Wagenham entsteht ein zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt für unser Energiesystem. Solche netzdienlichen Speicher sind ein zentraler Baustein, um erneuerbare Energie effizient zu nutzen, das Stromnetz zu stabilisieren und die Versorgungssicherheit weiter zu stärken. Oberösterreich zeigt damit einmal mehr, dass wir beim Ausbau moderner Energietechnologien vorne mit dabei sind.“