Erste Energie-Station statt Tankstelle: Burgenland setzt auf Laden mit regionalem Ökostrom

e-Tankstelle

Die Mobilitätswende braucht mehr als Elektroautos – sie braucht eine Infrastruktur, die zuverlässig, schnell und nachhaltig funktioniert. Mit der Eröffnung der ersten zentralen Energie-Station für Elektrofahrzeuge in Mattersburg geht das Burgenland nun einen neuen Weg: Statt klassischer Ladesäulen entsteht ein Standort, der Energieversorgung, Service und regionale Stromproduktion miteinander verbindet.

 

Mehr als nur ein Ladepunkt

Die neue Anlage wurde so konzipiert, dass sie sich an den gewohnten Abläufen einer klassischen Tankstelle orientiert. Neben Schnellladepunkten für Pkw und Busse gehören auch ein Café, ein Shop sowie Sanitäranlagen zum Angebot.

Der entscheidende Unterschied liegt jedoch im Energiekonzept: Die Station verfügt über eine eigene Photovoltaikanlage und einen Batteriespeicher. Dadurch kann ein Teil des benötigten Stroms direkt vor Ort erzeugt und zwischengespeichert werden. Ergänzt wird die Versorgung durch Wind- und Solarstrom aus dem Burgenland.

Dieses Zusammenspiel reduziert Netzspitzen, erhöht die Versorgungssicherheit und stärkt die regionale Wertschöpfung.

 

Ein Netz für das ganze Burgenland

Die Energie-Station in Mattersburg soll kein Einzelprojekt bleiben. Geplant ist, künftig in jedem burgenländischen Bezirk einen vergleichbaren Standort zu errichten. Ziel ist ein flächendeckendes Netz leistungsfähiger Ladezentren, das den Umstieg auf Elektromobilität auch außerhalb der Ballungsräume erleichtert.

Mit diesem Ansatz entwickelt sich die Ladeinfrastruktur von einzelnen Ladesäulen hin zu eigenständigen Energie-Hubs, die Strom erzeugen, speichern und bedarfsgerecht bereitstellen können.

 

Warum Batteriespeicher so wichtig sind

Gerade an Schnellladestandorten entstehen kurzfristig sehr hohe Leistungsanforderungen. Batteriespeicher können diese Lastspitzen abfedern, indem sie zuvor gespeicherte Energie innerhalb weniger Sekunden bereitstellen. Dadurch wird das Stromnetz entlastet und gleichzeitig eine hohe Ladeleistung ermöglicht – auch dann, wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig laden.

In Kombination mit Photovoltaik lässt sich zudem ein größerer Anteil regional erzeugter erneuerbarer Energie direkt vor Ort nutzen.

 

Daten & Fakten

– Erste zentrale Energie-Station für Elektrofahrzeuge im Burgenland in Mattersburg eröffnet.
– Ausgelegt für Pkw und Busse mit Schnellladeinfrastruktur.
– Ausstattung mit eigener Photovoltaikanlage und Batteriespeicher.
– Ergänzt durch regional erzeugten Wind- und Solarstrom.
– Geplant ist ein Netz solcher Standorte in allen burgenländischen Bezirken.
– Batteriespeicher helfen, Lastspitzen zu reduzieren und das Stromnetz zu entlasten.

 

Conclusio

Die Zukunft der Elektromobilität entscheidet sich nicht allein am Fahrzeug, sondern an der Infrastruktur. Ladezentren mit eigener erneuerbarer Stromerzeugung und Batteriespeichern zeigen, wie Mobilität und Energiewende sinnvoll miteinander verbunden werden können. Werden solche Konzepte konsequent ausgebaut, entstehen regionale Energie-Hubs, die sowohl die Versorgungssicherheit als auch die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern stärken.

 

Foto: © Burgenland Energie AG