Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis zeigt: Tourismus kann Verantwortung übernehmen

Kopie von pro.earth Redaktionsvorlage NEU(1375)

Können Fernreisen nachhaltiger werden? Ein deutscher Reiseveranstalter zeigt, wie es gehen kann und erhielt dafür den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2025. Mit dem Fokus auf faire Zusammenarbeit mit der heimischen Bevölkerung, Schaffung von Bildungsmöglichkeiten und Unterstützung von lokalen Projekten, Reisen in kleinen Gruppen und achtsamem Umgang mit der Umwelt ermöglicht dieses Unternehmen Reisen mit gutem Gewissen.

 

Flugreisen verursachen Emissionen. Daran führt kein Weg vorbei. Dennoch stellt sich eine wichtige Frage: Können Reisen so organisiert werden, dass sie Menschen vor Ort stärken, Natur schützen und gleichzeitig deutlich verantwortungsvoller stattfinden?

Genau für diesen Ansatz wurde der Berliner Reiseveranstalter Chamäleon Reisen mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Das Unternehmen erhielt die Auszeichnung für sein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept im Tourismus.

 

Nachhaltigkeit endet nicht bei der CO₂-Kompensation

Während viele Anbieter vor allem auf Ausgleichszahlungen setzen, verfolgt Chamäleon einen deutlich breiteren Ansatz:

  • kleine Reisegruppen mit maximal 12 Gästen
  • Zusammenarbeit mit lokalen Reiseunternehmen in über 70 Ländern
  • langfristige Partnerschaften mit Gemeinden vor Ort
  • Investitionen in Bildungs-, Gesundheits- und Naturschutzprojekte
  • Schutz von inzwischen mehr als 32 Millionen Quadratmetern Regenwald gemeinsam mit der Rainforest Foundation Ecuador
  • Selbstverpflichtung, mindestens 1 % des Unternehmensumsatzes für gemeinnützige Zwecke einzusetzen.

Damit fließt ein Teil der Wertschöpfung direkt zurück in jene Regionen, die bereist werden. Bei jeder Reise wird transparent der CO2-Fußabdruck berechnet sowie der Anteil des Reisepreises, der als „lokaler Verdienst“ direkt an die Bevölkerung vor Ort fließt.

 

Nachhaltiger Tourismus als wichtige Lebensgrundlage

Tourismus wird häufig ausschließlich über seinen CO₂-Ausstoß diskutiert. Gleichzeitig leben weltweit Millionen Menschen direkt vom nachhaltigen Natur- und Kulturtourismus. Entscheidend ist daher nicht nur, ob gereist wird, sondern wie.

Wer länger an einem Ort bleibt, kleinere Gruppen bevorzugt, lokale Betriebe unterstützt und Schutzprojekte finanziert, hinterlässt einen deutlich positiveren Fußabdruck als klassischer Massentourismus. Während Massentourismus die bereisten Destinationen und deren Bevölkerung meist nur als Kulisse für Reisende in ihren Resortblasen benutzt un auch zerstört, ermöglicht diese Art den direkten und zugleich achtsamen Kontakt mit den Menschen, ihrer Kultur und der Natur vor Ort. Die Menschen vor Ort haben einen messbaren Mehrwert durch die Urlaubenden. Dazu zählt auch, Kinder und Jugendliche in den Reiseländern mit Bildung und sozialen Projekten zu unterstützen und so Wege in eine selbstbestimmte Zukunft zu eröffnen, die es sonst nicht gäbe.

 

Daten & Fakten

  • Gründung: 1996 in Berlin
  • Reisen in über 70 Länder
  • Gruppen mit maximal 12 Teilnehmer:innen
  • Mehr als 32 Millionen m² geschützter Regenwald
  • Über 50 soziale Projekte werden von der Chamäleon Stiftung unterstützt
  • Auszeichnung mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2025 im Bereich Tourismus

 

Unser pro.earth.Fazit:

Nachhaltiges Reisen beginnt nicht erst beim Verzicht auf den Flug. Es beginnt bei der Frage, welchen Beitrag eine Reise für Natur, Klima und die Menschen vor Ort leistet.

Unternehmen wie Chamäleon zeigen, dass verantwortungsvoller Tourismus möglich ist – auch wenn Reisen niemals völlig emissionsfrei sein werden. Entscheidend ist, dass ökologische, soziale und wirtschaftliche Verantwortung gemeinsam gedacht werden. Auch in unserer Partnerschaft mit dem Reiseveranstalter fussballreisen.com geht es um die Übernahme von Verantwortung durch Kooperation bei verschiedenen Klimaschutzprojekten, wie dem pro.earth Bildungsprojekt an österreichischen Schulen und dem KlimafitWald.

 

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