Wer kann sich die Klimakrise leisten?

Laut dem Club of Rome kann die Klimakrise nicht ohne höchstmögliche soziale Gerechtigkeit bekämpft werden. Wie hängt das zusammen? Auf den ersten Blick ist das gar nicht so leicht zu sehen.

 

Die Krise um das Klima lässt alle anderen Schwierigkeiten in einem schärferen Licht dastehen, denn, was die grandiose Band KRAFTKLUB schlicht konstatiert „… mit 390 Euro Hartz kommt man nicht weit im Biomarkt (…)“ ist eine klare Wahrheit an der auch schwer zu rütteln ist.

 

Ist Klimaschutz also eine Sache für Menschen ab der Mittelschicht? Wobei – vor kurzem haben wir eine Studie gefunden, laut der die „Reichen“ den größten CO2-Verbrauch haben (wir haben darüber geschrieben)… stimmt also wieder nicht.

 

Das ist also der Grund, warum soziale Gerechtigkeit und Schadensbegrenzung wenn’s ums Klima geht zusammenspielen. Wer ein solides Grundeinkommen hat, kann sich auch leisten, zum Beispiel achtsamer einzukaufen*.

 

Fakt ist aber auf jeden Fall, spitzt die Krise sich zu, verschärft sich unser aller Lage – und die sozial Schwächeren haben keinen Puffer, das aufzufangen. Die Klimakrise macht also Arme ärmer und Schwache schwächer – sei es in der industrialisierten Welt, wo etwa Stürme und Überschwemmungen die Lebensgrundlagen vernichten können, oder im globalen Süden, wo Dürren und Wassermangel ganze Regionen verarmen lassen.

 

Eine Zivilgesellschaft ist stärker, wenn die Lebensgrundlagen ihrer Bürger*innen und das Wohlergehen künftiger Generationen gesichert sind.

 

Wir hoffen also auf das Bewusstsein, das uns ab spätestens JETZT beseelen sollte – denn es dreht sich immer und immer intensiver um dieselbe Frage: WAS IST WIRKLICH WICHTIG?

 

pro.earth-Fazit:

Das könnte bei aller Dramatik eine unschätzbare Chance sein. 💚

 

*Was aber immer im Hinterkopf klar abrufbar sein sollte ist, dass der Überfluss der letzten Jahrzehnte in erster Linie Müllberge und Unzufriedenheit erzeugt hat – ein Erkennen dessen, was wir wirklich „brauchen“ wäre essentiell. Vielleicht schmeckt ein Schnitzerl, gut eingekauft einmal pro Woche besser als täglich ohne darüber nachzudenken der Fleischeslust zu frönen.

 

#proearth #handelnstattreden #zukunft #klima #sozialegerechtigkeit